European Enduro Series Molveno – Paganella

7. September 2015

Der vierte Stop der European Enduro Series verschlug die Enduristen ins italienische Molveno Paganella. Für viele Fahrer bis dahin eher unbekannt, bietet das Skigebiet über 400Km wahres Trailvergnügen. Die Eckdaten klangen bereits vielversprechend. Knapp 50Km Gesamtstrecke und davon 19Km gezeitete Sonderprüfungen. 3300 hm galt es in der Wertung zu vernichten. Mit Molveno-Paganella als ehemaligen Austragungsort der italienischen Super Enduro Serie war schon von vorn herein klar, es wird ein Rennen mit hohem technischen Anspruch.

Traumhafte Landschaft und hohes Niveau

Mit einem Blick auf die Wetterkarte wusste man bereits im Vorfeld, dass es eine nasse Angelegenheit am Trainingstag werden würde. Der Rennsonntag ließ jedoch auf sonnige Verhältnisse hoffen. Und so kam es auch wie angekündigt. Pünktlich Freitag Nacht brach der Himmel auf und goss alles was zur Verfügung stand in die Steinfelder und erdigen Wurzelpassagen der Umgebung. Ein nasser Trainingslauf stand bevor und die glitschigen, schlammigen und steilen Trails gab ein Übriges für einen Tag ehrlichen Enduros am Lago di Molveno.

Harte Bedingungen für Mensch und Material

Die Special Stages ließen keine Wünsche offen. 3300 Höhenmeter lassen sich nicht einfach in ein paar Minuten abfahren. Ein durchschnittliches Overall von ca. 45min ist Aussage genug für den Anspruch des Rennens. Einige Streckenabschnitte boten bereits EWS Niveau und das Wetter legte seinen Beitrag in die Waagschale. Die längste Stage wurde in durchschnittlichen 18min bewältigt und machte dieses Rennen mit integrierten Gegenanstiegen zu einem der besten der gesamten Serie.

Ruhe vor dem Sturm

Kai Wendschuh kam mit den Bedingungen am besten zurecht und fuhr mit einer 41.07 einen sehr guten 22. Platz in der Elite Men Klasse ein. Leider blieb ihm eine Top 20 Platzierung verwehrt. Doch angesichts der italiensichen Locals, welche einen klaren Heimvorteil besitzen, ist eine 22 ein super Ergebnis.

Maik Kaczmarek gelang ein hervorragender 7. Platz in der Masters 30+ Klasse und sichert ihm wertvolle Punkte für das Serienranking. Maik nimmt kontinuierlich an Geschwindigkeit zu und wenn er diesen Speed weiterhin halten kann, könnte auch irgendwann eine Top 5 auf der Liste stehen.

Holger Gottstein finishte mit einem Platz 13 in der Masters Klasse 40+. Das nächste EWS Rennen in Spanien steht kurz bevor und wir sind bereits gespannt.

Laura Konikowski war dieses Wochenende vom Pech verfolgt. Eine defekte Bremse auf dem Transfer zu Stage 1 machte eine Rennteilnahme leider unmöglich.

 

Event video of EES #4 Molveno Paganella.

Bildergalerie: 4th stop of the EES in Molveno Paganella